Die Entstehung der Laugen-Breze

Wie die eigenwillige Form entstanden ist, ist also klar. Aber wie
wurde die Breze zum Laugengebäck? Über die Entstehung
ranken sich nur einige Legenden. Wir bringen hier mal zwei davon,
die wir am öftesten gehört haben...
Die schwäbische Version der Brezn Erfindung
Die schwäbische Legende geht zurück in das Jahr 1477 und
erzählt die Geschichte des Uracher Bäckermeisters Frieder.
Dieser war in der Stadt und darüber hinaus als tüchtiger
Vertreter seiner Zunft bekannt. Er fiel jedoch bei dem Grafen Eberhard
von Urach in Ungnade und wurde zum Tode verurteilt.
Da der Graf aber die Gebäcke von Frieder sehr schätzte,
bot er ihm eine Begnadigung an, wenn er innerhalb von drei Tagen
ein Brot erfinde, durch das dreimal die Sonne durchscheinen könne
und das ihm besser schmecke als alles was er kenne.
In den folgenden Tagen testete der Bäcker verzweifelt die verschiedensten
Gebäckformen. Gerade als er am dritten Tag eine Schlinge ausrollte,
stand seine Frau mit verschlungenen Armen vor ihm. Dies inspirierte
ihn zu der endgültigen Brezelform.
Während er jedoch den Ofen hochheizte, sprang zu seinem Entsetzen
eine Katze auf das Backblech und alle Teiglinge fielen in einen
Eimer mit heisser Lauge.
Seine dreitägige Frist war schon fast verstrichen und Frieder
backte die Brezeln in seiner Not trotzdem. Das Ergebnis begeisterte
den Grafen so sehr, dass er Frieder sofort begnadigte und die Laugenbrezel
erfunden war.

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Die bayerische Version der Brezn Entstehung
Die "wahre" Geschichte dürfte, eh klar, natürlich
die bayerische Variante sein.
Danach basiert die Entstehung der Laugenbrezn auf eine zufällige
Verwechslung.
Der Bäcker Anton Nepomuk Pfannenbrenner arbeitete im 19. Jahrhundert
in Münchens königlichem Kaffeehaus des Hofliferanten Johann
Eilles (auch heute noch Kaffee, Tee und andere Delikatessen).
An einem Tag im Jahre 1893 unterlief ihm in der Backstube ein folgenschwerer
Fehler.
Während er üblicherweise die Brezeln mit Zuckerwasser glasierte,
griff er an diesem Tag versehentlich nach der Natronlauge, die eigentlich
zur Reinigung der Bleche bestimmt war.
Seine Vorgesetzten waren dennoch so begeistert vom Ergebnis, dass
noch am gleichen Morgen der Königlich-Württembergische Gesandte
Wilhelm Eugen von Ursingen eine Laugenbrezel kosten konnte. Der 11.
Februar 1893 gilt seither als der nachweislich erste Tag, an dem eine
Laugenbrezel verkauft wurde...

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