Nachdem die Schwaben hartnäckig darauf bestehen die Breze
erfunden zu haben, haben wir die zwei Typen (bayerische und schwäbische
Breze) einmal verglichen. Und siehe da - bei den Brezn gibt es Unterschiede.
Das Ganze fängt schon beim Rezept an. Bayerische Brezn haben
weniger Fett (1,5% bis 3%) als das schwäbische Laugengebäck
(3% bis 5%). Weitere Unterschiede...
| Bayerische Brezn |
Schwäbische Brezel |
Gesamteindruck
Die Bayern lieben's natürlich. Da wird nichts eingeschnitten...
und mit "dünnen Ärmchen" können's schon
gar nichts anfangen. An einer gscheidn Brezn muss halt was dran
sein.
Arme
Die Arme der bayerischen Brezn sind fast so dick wie der Bauch.
Bauch
Der Bauch wird nicht eingeschnitten, sondern platzt beim Backen
auf. Die unregelmässig gerissene Oberfläche ist ein
typisches Merkmal der bayerischen Breze.
Kruste
Aufgrund des relativ geringen Fettgehaltes von maximal 3% ist
die Brezn besonders rösch. |
Gesamteindruck
Die Schwaben legen bei Ihrer Brezel besonders viel Wert auf
einen grossen Bauch. Um den Bauch hervorzuheben, werden die
Ärmchen realtiv weit unten angebracht.
Arme
Die Arme sind deutlich dünner als der Bauch. Nach dem Backen
sind sie besonders knusprig.
Bauch
Der Ausbund (das ist der aufgegangene Teig am Bauch) wird vor
dem Backen der Länge nach eingeschnitten. Er hat eine glatte
Fläche, die gleichmässig aufgeht.
Kruste
Aufgrund des höheren Fettgehaltes und der teilweise Verwendung
von Milch oder Sahne statt Wasser ist die Breze insgesamt weicher. |