Entstehung und Tradition des Biers...

In Bayern weiss es eh ein jeder. Bier ist mehr als nur ein Getränk.
Bier ist ein Grundnahrungsmittel. Das diese Aussage auch einen wahren
Kern hat wird recht schnell klar, wenn man die geschichtliche Entstehung
des Biers kennt.
Entstehung des Biers
In den Anfängen der modernen Zivilisation wurde der Mensch
sesshaft. Er fing an wildes Getreide anzubauen. Zur besseren Bekömmlichkeit
wurde es weiterverarbeitet. Das Getreide wurde zermahlen, mit Wasser
verrührt und dann als Brei gegessen.
Irgendwann dann, vor ein paar tausend Jahren (man schätzt so
um die 6000 v. Chr.), wurde dieser Brei wohl mal etwas zu lange
in der heissen Sonne stehen gelassen. Die in der Luft herumschwirrende
Hefesporen verursachten einen Gärungsprozess. Das dem Getreidebrei
beigemengte Wasser war also der Urvater unseres heutigen Oktoberfestbiers...
Tradition des Brauens
Das Bierbrauen hat, wie überhaupt alles in München, eine
lange Tradition.
Wie
in den Chroniken der Stadt nachzulesen ist, wurde bereits 1328 von
den Augustiner-Mönchen Bier gebraut. Überhaupt war das
Bierbrauen bei den Geistlichen sehr beliebt.
Das Motto der Mönche war
"Ora et labora" (Bete und arbeite).
...und sie arbeiteten hart!
Hinzu kam, dass zahlreiche Fastentage den Körper schwächten
und auch in der fastenfreien Zeit war der Tisch nicht gerade üppig
gedeckt.
Den Kirchenoberen wurde wohl schnell klar, dass dies kein dauerhafter
Zustand sein konnte. So gab es eine Ordensregel, die besagte "Liquida
non frangunt ienum" (Flüssigkeiten brechen das Fasten
nicht). Und Bier, das flüssige Brot, war wie geschaffen für
die Mönche...
Allerdings wurde auch das Bier n den Klostergemäuern rationiert.
Jedem Klosterinsassen wurden am Tag 5 Mass Bier zugestanden. Mit
dieser Menge verpflegten die Mönche und Nonnen allerdings auch
noch Bedürftige und Pilger.
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