10 Dinge, die Deinen Wiesntag unvergesslich
machen...

1. Trage schlimme, reichlich verzierte
Landhausmode. Die Münchner lieben das. Kauf Dir auf jeden Fall
irgendeinen bescheuerten Hut! Fasshüte oder ähnliches lassen
Dich sofort als echten Wiesnprofi erscheinen.
2. Fahr mit dem Auto zur Wiesn. Es
gibt auf der Theresienhöhe Parkplätze soweit das Auge reicht.
Es besteht auch keineswegs die Gefahr, dass besoffene Heimgeher auf
deinen Wagen spucken, speien oder pinkeln. Und wen stört es schon,
am nächsten Tag verkatert das Auto abholen zu müssen.
3. Geh am mittleren Wiesnsamstag!
Am besten erst am späten Nachmittag. Die Zelte werden mit offenen
Toren auf Dich warten und Du kannst mit jeder Menge kultivierter,
höflicher, zuvorkommender Amis und Italiener hochintellektuelle
Gespräche führen.
4. Stell Dich bei geschlossenen Zelten
zu den anderen 100 Leuten an die Tür. Am Besten direkt vor den
Haupteingang. Dann schrei möglichst laut, dass Du rein willst.
Vergiss nicht in jedem Satz zu betonen wie "wichtig" Du
bist. Zieh kräftig und unaufhörlich an der geschlossenen
Tür. Sollte diese sich öffnen, versuche stets Dich an den
Ordnern vorbei zu drängen. Oder zumindest einen Blick ins Zelt
zu erhaschen. Wenn Du das alles berücksichtigst, machen Dir die
Ordner besonders gerne auf.
5. Leg Dich sofort mit allen Ordnern
an, sobald Du Dich nicht verstanden oder gar ungerecht behandelt fühlst.
Sie sind trotz 12 Stunden Job und mehreren 100.000 Besoffenen täglich
stets ausglichen, zuvorkommend und hilfsbereit. Sicher werden Sie
Dein Problem sofort verstehen und gerne ausführlich und geduldig
mit Dir über die Sachlage diskutieren.
6. Sprich alles Falsch aus. Nenn die
wunderschönen Festzelten auf der Wiesn "Bierhallen".
Bestelle eine Maaas, ein Helles, eine halbe Bier, einen Schnitt oder
gar ein Pils. Dazu noch ein Brötchen, eine Schrippe, ein Rosthuhn
oder am besten gleich ein Broiler... Und dann schrei noch laut quer
durchs ganze Zelt "1 - 2 - gesoffen!" Die Münchner
lieben das!
7. Lass Dir Zeit bei der Bestellung.
Überlege gut. Bestell dann irgendwas kompliziertes, am besten
etwas, was gar nicht auf der Karte steht. Wenn Du Dich an die Karte
hältst, dann wenigstens mit vielen Sonderwünschen, Extrateller
und mehreren Beilagenänderungen. Beschwer Dich sobald auch nur
das geringste falsch läuft. Der Gast ist schliesslich König,
und die Bedienungen sind immer offen, nett und wenig gestresst. Wenn
Du nicht individuell bedient wirst und Dein helles Hendl, zartrosa
gebräunt, wenig gesalzen und mit allen anderen Sonderwünschen
genau so geliefert bekommst, beschwer Dich gleich persönlich
beim Wirt. Vergiss nicht der Bedienung kein Trinkgeld zu geben.
8. Lass keine Fremden an Deinen Tisch!
Schliesslich sind doch 4 bis 6 Leute an einem 14er Tisch (20er an
einem Samstag) absolut genügend!
9. Reagiere empfindlich auf Gedränge,
Geschiebe und enges Sitzen und bleib sitzen, wenn alle anderen aufstehen.
10. Helfen die Tipps alle nicht, fang
einfach eine lautstarke Diskussion an. Nenn die Jungs vom Passauer
Burschenverein "depperte Bauernschädl" und schütt
dann Dein Bier-Noargerl auf's Dirndl Ihrer Madl. Zwischenmenschlicher
Kontakt wird nicht lang auf sich warten lassen...

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