Aktuelle News vom Oktoberfest

München
im Wiesn-Fieber
Für alle, die nicht jeden Tag draussen sein können...
Hier verpasst Ihr nichts! Der neueste Klatsch und Tratsch
aus den Zelten und vom Oktoberfest München...
Archiv Wiesn-News

Regen und Sonnenschein - Die Bilanz zur Halbzeit
Nach dem strahlenden und sensationellem Auftakt und einem gut besuchten
Montag ging es vier Tage lang "nass nei". Trotzdem fanden
nach Schätzung der Veranstalter über 3,3 Millionen Gäste
den Weg zur Wiesn.

Wiesn heiss ersehnt
Heuer ein wahres "Oktober"fest wurde die Wiesn schon von
allen sehnlichst gewartet. Ausländische Gäste waren deshalb
bereits zum Auftakt vielfach anwesend. Das mittlere Wochenende,
als "Italienerwochenende", zog wieder einmal viele Besucher
aus Bella Italia an. Und auch sonst sind Besucher aus Übersee
(USA, Kanada, Australien), verstärkt auch aus Osteuropa und
Russland auf der Wiesn anwesend.

Die Macht der Tracht
Das Motto der Wiesn heuer "Tracht ist Pflicht". Wohin
man sieht sind Dirndl und Lederhosen anwesend. Ein Trend, der auch
an den internationale Gästen nicht vorbei geht.

Regen zum Leidwesen der Schausteller
Während den Wiesn-Wirten der Regen nichts ausmachte, spürten
die Schausteller und Marktkaufleute unter der Woche die Auswirkungen
des Wetters empfindlich und hoffen auf eine zweite Woche mit Sonnenschein.

Hendl, Brezn, Bier und eine Herde voller Rindsviecher
Tradtionsgemäss stehen Bier und Hendl hoch im Kurs. Dies sogar
um fünf Prozent mehr als 2006. In der Ochsenbraterei wurden
in der ersten Wiesn-Woche ganze 56 Ochsen (2006 - 51) verspeist.
Bio- und Brotzeit-Schmankerl wurden ebenfalls zum Schlemmer-Hit.
Wie sollte es anders sein - der Bier-Konsum steigerte sich ebenfalls
um fünf Prozent auf rund 3,4 Millionen Mass (2006 waren es
nur: 3,2 Millionen Mas). Dies war vor allem der schönen Wochenenden
zu verdanken.

Luxus und Tradition
Das traditionelle Münchner rote Schokoherz erlebt ein Comeback
auf der Wiesn. Rosarote Mini-Lebkuchenherzl und "Luxusmandeln"
sind Trend-Naschereien auf dem Festgelände.

Hitverdächtig?
Drei Songs sind die Kandidaten für den diesjährigen Wiesn-Hit.
"Ein Stern, der deinen Namen trägt" von DJ Ötzi,
Olaf Hennings Lasso-Song, der zum Lasso-Tanz animiert, und "Ruby"
von den Kaiser Chiefs.

Zwergerl im Servicezentrum
Insgesamt wurden bis Samstagabend lediglich 74 Kinder (2006 - 155)
in der Kinderbetreuungsstelle gewickelt oder gestillt. Eine Steigerung
gab es heuer bei verlorengegangenen Zwergerln (2006 wars lediglich
17).
Krug-Klau
Als Souvenir besonders beliebt - der Wiesnkrug. Rund 103.000 Bierkrüge
(2006 - 99.000) sammelte das aufmerksame Ordnerpersonal bisher wieder
ein. Tipp - Lieber an den Souvenirständen einen Krug mit Motiv
kaufen.

Stromausfall
Der Stromausfall im Hippodrom, Armbrustschützenzelt, Fischer
Vroni, Ochsenbraterei und einigen Schaustellern mit einem Ausfall
von 5 Trafostationen, wurde durch einen Regenwassereinbruch in den
Kabelkeller der Trafostation 11 verursacht. Bis auf das Hippodrom
wurden die Bierzelte innerhalb von 10 Minuten von den Hauselektrikern
auf Notstrom umgeschaltet. Die Trafostationen konnten ebenfalls
wieder schnell in betrieb genommen werden.

Öko ist in
Die Anzahl der "M-Natur Kunden ist dieses Jahr auf ganze 61
Prozent gestiegen. Zu den grössten Abnehmern zählen wie
"im Vorjahr die Ochsenbraterei, das Löwenbräufestzelt,
das Hacker-Festzelt, die Bräurosl und das Winzerer Fähndl.
M- Natur Abnehmer sind u.a. auch das Tourismusamt, das Riesenrad,
Top Spin, Euro Star, Fünfer Looping, Wildwasserbahn und Autoscooter,
etc.

Holländerin nach Wiesn-Besuch vergewaltigt
Ein eher unangenehmeres Wiesn-Thema - Eine Holländerin wollte
nach ihrem Besuch auf der Wiesn mit ihrem Auto nach Hause fahren.
Dabei verfuhr sie sich jedoch. Als die 21jährige nach dem Weg
fragte, bot ihr ein "angeblicher" Helfer an, ihr bei sich
zu Hause eine genaue Wegbeschreibung zu geben. Als im Anschluss
der Sohn des Mannes heimkam, zerrte dieser die Frau ins Bad und
vergewaltigte sie dort. Beide Männer wurden festgenommen.

Ungarischer Tourist mit Königspython auf der Wiesn
Münchner Originale gibt es viele auf der Wiesn. Am Samstag
wurden diese jedoch von einem Exoten der anderen Art ausgestochen.
Am Abend trug ein ungarischer Tourist einen lebenden, 2,50 Meter
langen Königspython um seinen Hals spazieren. Dieser bot Wiesnbesuchern
an, sich für fünf Euro mit seiner Schlange fotografieren
zu lassen. Die Polizei machte dieser neuen Wiesn-Attraktion ein
Ende. Tiere sind nämlich schon seit Jahren nicht mehr auf der
Wiesn erlaubt.
(P.S. Bei einer Durchsuchung des PKWs fand die Polizei noch eine
zweite Königspython. Beide Reptilien wurden der Münchner
Tierklinik überstellt.)
Halbzeitbilanz der Polizei
Und auch die Polizei berichtete zur Halbzeit von einem (noch) relativ
ruhigen Verlauf. Die Polizeibeamten hatten in diesen ersten 8 Tagen
855 Einsätze zu bewältigen und verzeichnen damit eine
geringfügige Steigerung von 4% (2006 - 820 Einsätze).
Dabei haben feierfreudige Italiener und ein sonniges Wochenende
die Zahl der Einsätze gesteigert.

Chef der Wiesnwache zufrieden
Gerhard Bayer, seines Zeichens Leiter der Wiesnwache, ist zufrieden:
"Wenn man sich die Einsatzzahlen und die Delikte ansieht, kann
man angesichts der vielen Besucher und dem Faktor Alkohol sehr zufrieden
sein. Was mich besonders freut, ist der deutliche Rückgang
bei den Diebstählen. Augenscheinlich sind unsere Appelle zur
Vorsicht bei der Bevölkerung angekommen. Insgesamt sehen wir
die Entwicklung bislang gelassen, man kann derzeit von einer ganz
normalen Wiesn sprechen."

Abnehmende Straftaten
Die Gesamtzahl der bekannt gewordenen Straftaten liegt mit 543 Delikten
um 25 Prozent unter denen des Vorjahres (724 Delikte). Bei den Raubstraftaten
wurden bisher acht angezeigt (2006 - 5), Vergewaltigungen wurden
drei bekannt (2005 - 1). Erfreulicherweise blieb in diesen Fällen
die Tatausführung aufgrund Gegenwehr durch die Opfer im Versuch
stecken.
Auch bei den Körperverletzungsdelikten ist dieses Jahr ein
leichter Rückgang um 3 Prozent (Zum Vergleich 2006 - 137 Fälle,
2007 - 133 Fälle) zu verzeichnen.
Auch bei den "Freiheitsentziehungen" kam es zu einem leichten
Rückgang, 2006 wurden 333 Gewahrsam- und Festnahmen verzeichnet,
2007 waren es 319.
Den erfreulichsten Rückgang gab es bei den Diebstahlsdelikten.
Waren es 2006 noch 394 angezeigte Diebstähle, ging die Zahl
heuer auf 232 zurück.

Vorsichtige Wiesnbesucher
Offensichtlich werden die Besucher vorsichtig, die Tipps der Münchner
Polizei, wie man sich vor Diebstählen schützen kann, zeigen
offensichtlich Wirkung. Daneben haben die Meldungen über anreisende
professionelle Taschendiebe die Besucher sensibilisiert.

Apropos Taschendiebe
Die Fahnder der Münchner Polizei erweisen sich auch dieses
Jahr als überaus erfolgreich. Unterstützung bekamen sie
von Beamten der Bundespolizei und zum ersten Mal auch von Taschen-
Diebfahndern der Schweizer und der rumänischen Polizei. Insgesamt
wurden bisher 170 Taschen- Diebstähle angezeigt, 2006 waren
es 192 Fälle.

Kollegiale Unterstützung
Dieses Jahr werden neben den Beamten der "Policia di Stato"
aus Südtirol auch drei Kollegen in Uniform von der Stadtpolizei
Zürich auf der Wiesn eingesetzt. Die Beamten aus Italien und
der Schweiz unterstützen die Beamten bei den Einsätzen
und helfen als Dolmetscher und Berater in besonderen Lebenslagen
bei ihren Landsleuten.

Aggressive Jugend
Mit ein wenig Sorge betrachtet die Polizei in den letzten Tagen
den Anstieg von Einsätzen wegen aggressiver Jugendgruppen.
Besonders an Autoscooter-Geschäften in der Schaustellerstraße
gibt es immer wieder Auseinandersetzungen zwischen Gruppen meist
nicht deutscher Nationalität. Die Polizei kündigte an
diese Entwicklung genau beobachten zu wollen und gegenzusteuern.

Alkoholkontrollen
Obwohl die Polizei auch dieses Jahr im Vorfeld der Wiesn angekündigt
hatte, während der Wiesn verstärkt Alkoholkontrollen im
Straßenverkehr durchzuführen, mussten bei den bisherigen
Verkehrskontrollen mehr Führerscheine eingezogen und Fahrverbote
ausgesprochen werden, als 2006.
Hinweis der Polizei!
"Wir weisen nochmals ausdrücklich darauf hin, dass wir
auch in der zweiten Woche der Wiesn verstärkt Alkoholkontrollen
durchführen und appellieren an die Wiesn-Besucher, nicht selbst
mit dem Auto zur Wiesn und wieder nach Hause zu fahren. Zudem endet
das Risiko für alkoholisierte Kraftfahrer in eine Polizeikontrolle
zu geraten, nicht an der Stadtgrenze, da auch das Polizeipräsidium
Oberbayern verstärkt Alkoholkontrollen - auch auf den Autobahnen
- durchführt." (Mitteilung der Polizei)
Übrigens...
Die Promille-Grenzen liegt nicht bei 0,5 Promille, sondern bereits
bei 0,3 Promille.
Während der Probezeit oder unter 21 Jahren ist seit dem 1.
August jeglicher Alkohol am Steuer verboten.

Auszeichnung für umweltfreundliches Wirtschaften
Nach Angaben des Umweltministeriums werden dieses Jahr erneut Oktoberfest-Zelte
mit dem Bayerischen Umweltsiegel für das Gastgewerbe ausgezeichnet.
Besonders aktiven Umweltschutz in der Wiesn-Gastronomie haben heuer
die Wirte des Armbrustschützenzelts (Familie Inselkammer) und
der Schützen-Festhalle (Fam. Reinbold) geleistet. Diese haben
auf Einweg-Geschirr verzichtet, bei der Krugspülung das Wasser
wiederverwertet und neueste energiesparende Kühltechnik verwendet.

Nur in jeder 11. Mass ist ein ganzer Liter Bier
Jedes Jahr zu Wiesn-Beginn geht das KVR einer sehr wichtigen Frage
nach - Wie gut sind die Massen in den Zelten eingeschenkt? Dabei
werden zig Massen unter die Lupe genommen.
Prüfungsteams stellten gute Schankmoral fest
Das Ergebnis - auch heuer ist KVR-Chef Wilfried Blume-Beyerle mit
der Schankmoral zufrieden. Von 740 geprüften Krügen waren
668 im Toleranzbereich.
Toleranzbereich bedeutet dabei - maximal 0,1 Liter weniger Bier
in der Mass. Lediglich vier Massen waren so schlecht eingeschenkt,
dass es eine Ermahnung für die Schankkellner gab.
Jedoch gibt es auch eine Kehrseite der Medaille. Von den 740 Massen
waren nur 68 perfekt eingeschenkt (d.h. ganz genau bis zum Eichstrich).
Rein rechnerisch ist also nur in jeder 11. Mass ein ganzer Liter
drin. Die meisten anderen beinhalten "erlaubter" Unterschank.
Für den "Verein gegen betrügerischers Einschenken"
(VgbE) sieht darin natürlich reine Absicht und unrechtmässig
verdientes Geld.

Rund 4,5 Millionen Euro an zusätzlichen Einnahmen
Seine Rechnung für die "Toleranz-Mass" von 0,9 Litern
- Bei 7,90 Euro für die Mass spart der Wirt pro Mass 79 Cent
an Bier, dass er de facto nicht ausgeschenkt hat. Auf die komplette
Wiesn gerechnet kommen Wirte der grossen Festhallen so auf rund
4,5 Millionen Euro an zusätzlichen Einnahmen. Forderungen nach
Abschaffung der Toleranzgrenze spricht der Verein schon lange aus.
Exakt einschenken? Ein Ding der Unmöglichkeit, so die Wirte.
Wiesn-Wirt Wiggerl Hagn machts deutlich. Bei so viel Massen sei
dies nicht immer möglich, so der Chef des Löwenbräuzeltes.
Allein am ersten Wochenende wurden 500.000 Mass ausgeschenkt. Zudem
sei eine schaumige Mass immer schwer einzuschätzen.

Wiesn-Gottesdienst im Hippodrom
Die Oktoberfest-Schausteller feiern ihre heilige Messe im Hippodrom.
Und das nun schon seit 50 Jahren. Auch heuer wurde wieder all den
Verstorbenen gedacht.
Der erste Oktoberfest-Gottesdienst für die Marktkaufleute,
Schausteller und Wiesn-Wirte im Hippodrom wurden im Jahre 1956 gefeiert.
Zum Abschluss des Jubiläumsjahres "50 Jahre Wiesn-Gottesdienste"
fand auch heute wieder eine traditionelle Messfeier statt. Dieses
Jahr wurden fünf Kinder getauft und vier Jugendliche gefirmt.
Die Schaustellergemeinde Deutschlands umfasst laut dem Erzbischöflichen
Ordinariat München rund 8.000 Menschen aus verschiedenen Nationalitäten
und Kulturen. Mehr als vierzig Jahre lang wurden die Marktkaufleute
vom "Zirkuspater" Heinzpeter Schönig betreut. Seit
drei Jahren kümmert sich Pfarrer Martin Fuchs um die Seelsorge
der "fahrenden Gemeinde".
Dieser zelebrierte die diesjährige Messe zusammen mit Prälat
und Domkapitular Josef Obermaier. Während des alljährlichen
Hippodrom-Gottesdienstes herrscht üblicherweise erstaunlich
andächtige Stille im Zelt. Von typischer Oktoberfest-Stimmung
keine Spur.

Im Kamin festgesteckt
Einen Heimweg vom Wiesnbesuch der besonderen Art erlebte ein 27-jähriger
Mann. Bereits seit Dienstag Abend befand sich der Mann in einem
60cm mal 40 cm großen Kaminschacht eines sechs- stöckigen
Gebäudekomplexes in der Münchner Altstadt.
Wie es dazu kam?
Seinen eigenen Angaben zu Folge wollte er einen Freund besuchen
und wählte hierzu den Weg über das Dach. Aus bisher unbekannter
Ursache geriet der Mann jedoch in den Kamin und rutschte circa 28
Meter in die Tiefe.
Erst am heutigen Nachmittag konnten seine Hilferufe geortet werden
und damit seine Rettung eingeleitet werden. Einsatzkräfte der
Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr München ließen
ein Rettungsdreieck zu dem Verunfallten hinab, in welches er sich
selbst einbinden konnte.
Anschließend zogen sie den 27-Jährigen per Seil aus dem
Kamin auf das Dach. Augenscheinlich erlitt der Abgestürzten
lediglich Schürfwunden am Körper. Zur genauen medizinischen
Untersuchung nahm ihn der Rettungshubschrauber Christoph 1 vom Dach
auf und flog ihn in ein naheliegendes Krankenhaus.

Stromausfall auf der Wiesn
Welche Ernüchterung nach dem schönen Wetter. Regen und
Temperaturen unter zehn Grad lockt nicht eben die Besucher aufs
Festgelände. Hinzu kam, dass am Dienstag zweimal der Strom
ausfiel.
Zwischen acht und elf Uhr legte ein Kurzschluss in einer Trafostation
ungefähr ein Drittel des Festfgeländes lahm. Davon betroffen
waren vier der grossen Festzelte.
Das gleiche passierte am Dienstagabend nochmal, allerdings waren
dann 14 statt vier Zelte betroffen und der Zeitpunkt war deutlich
ungünstiger als am Vormittag, als erst wenige Gäste in
den Zelten waren. Glücklicherweise ist bei den Besuchern aber
der guten Organisation der Wirte und Polizisten keine Panik ausgebrochen.
Der Schaden konnte nach wenigen Minuten wieder behoben werden.
Mittlerweile wurde auch die Ursache für die Kurzschlüsse
ermittelt. Hippodrom-Chef Sepp Krätz liess dieses Jahr den
Weg vor seinem Zelt teeren. Bisher waren an dieser Stelle Kieselsteine,
durch die das Regenwasser absickern konnte. Jetzt fließt das
Wasser direkt Richtung Kabelschacht und verursachte so den Kurzschluss.
Niemand konnte ahnen, dass das Wasser nicht zum Gully fließt,
so Krätz. Um einen weiteren Strom- Ausfall in seinem und den
anderen Zelten zu verhindern brachte der Wirt jetzt eine Regenrinne
an.
Übrigens...
Glaubt man den Prognosen des Deutschen Wetterdienstes, müssen
sich die Schausteller auch in den nächsten Tagen noch in Geduld
üben. Regen und kühle Temperaturen sind für die nächsten
Tage vorhergesagt. Erst am Samstag ist laut Meteorologen mit einer
leichten Besserung zu rechnen.

9.000. Hinrichtung beim Schichtl
1985 war es, als der Schauer Mann das erste Mal die Besucher aufforderte
"Auf geht's beim Schichtl!"
In den folgenden 22 Jahren köpfte er, was das Zeug hielt. Bevorzugt
wird dabei niemand, ob "Mensch oda Preiss" macht da keinen
Unterschied.
Und auch am Mittwoch traf es dabei eine Dame aus Thüringen.
Eigentlich nichts besonderes, wäre Evi Kölbel aus Berga
nicht die 9.000 Besucherin, die ihren Kopf beim Schichtl verloren
hat.
Eine Ehre übrigens, die sie mit vielen (auch prominenten) Schichtl-Fans
teilt. So legten sich schon Starzauberer David Copperfield, Ex-Ministerpräsident
Edmund Stoiber, Liederbarde Reinhard Fendrich, Schauspieler Heiner
Lauterbach oder OB Ude unters Fallbeil. Als besonderer Dank gab
es lebenslangen freien Eintritt für die kopflose Evi.
Tägliche Hinrichtungen
Der Schichtl ist ein fleissiger Wiesn-Beschicker. Jährlich
werden ca. 400 Enthauptungen angestrebt. Schätzungen gehen
von etwa 45.000 Hinrichtungen seit der Gründung im Jahr 1869
aus.
Manfred Schauer freut sich auf alle Fälle schon auf die 10.000te
Hinrichtung. Bis dahin wünschen wir ihm weiterhin viel Spass
beim Köpfen.

Regenreicher Nachmittag für Familien
Nass nei regnete es am Dienstag Nachmittag für die kleinen
Wiesn-Fans. Strömenden Regen trotzten wirklich nur die eingefleischten
Fans von Karussells, Mandeln und dem unvergleichlichem Wiesn-Flair.
Dick eingemummelt wanderten die Zwergerl zwischen den Buden umher
und nutzten die traditionell günstigen Angebote und Preise
der Schausteller, Marktleute und der Wiesn-Zelte.
Auch die Schausteller hätten sich wohl schöneres Wetter
erwünscht. Bleibt zu hoffen, dass es schnellsmöglich wieder
schöner wird.
"Käfers Kinder-Wiesn", eine fast zur Tradition gewordenen
Charity-Veranstaltung von Sabine Lanz (ehemals Käfer) und Andrea
Schoeller fand heuer nicht statt. Im Vorfeld wurde ja bereits überlegt,
ob die Ex-Wirtin Freundinnen und deren Zwergerl zur "Kinderwiesn"
einlädt.

1.300 Zwergerl beim Wiesn-Bummel
Auch heuer gehörte am Montag morgen die Theresienwiese wieder
ganz den Vorschulkindern aus über 50 Kindergärten und
Tagesstätten aus München und Umgebung. Ganze 1.300 Zwergerl
versammelten sich zu Füssen der Bavaria. Von dort gings zum
Wiesn-Bummel über das Gelände. Beliebter Anlaufpunkt war
natürlich wieder einmal das Teufelsrad. Mutige Zwergerl hielten
sich Minutenlang in der Mitte der drehenden Scheibe. Aber auch Karussell,
Kettenflieger und Riesenrad waren angesagt.
Dazwischen und danach gab es Mandeln, Lebkuchenherzerl und Zuckerwatte.
Als Abschluss spendierten die kleinen Wiesn-Wirte den kleinen Wiesn-Fans
eine Brotzeit.

Radio Gong - Wiesnstammtisch im Hippodrom
Ob "Mutter Beimer" Marie-Luise Marjan (67) und die gebürtige
Dänin Inez-Björg David (25) aus "Sturm der Liebe",
das bayerische Original Franz Xaver Gernstl (56, "Gernstl unterwegs")
und Francis Fulton-Smith - Deutschlands TV-Stars versammelten sich
am ersten Wiesn-Sonntag im "Hippodrom". Sie feierten beim
traditionellen Wiesn-Treff der TV-Zeitschrift "Gong" und
des People-Magazins "die aktuelle" aus dem Gong Verlag.
480 Gäste folgten der Einladung der Chefredakteure Tonio Montel
(62, "die aktuelle") und Carsten Pfefferkorn (36, "Gong",
"Bild und Funk", "Super TV"). Darunter auch
Katja Burkard ("Punkt 12"), Katerina Jacob, Susanne Kronzucker,
Michaela May, Carolin Reiber, Nicola Tiggeler und Medien-Manager
Hans R. Beierlein. Die blonde Eva Habermann (31, "Wilde Engel",
"Tanz auf dem Regenbogen") aus Hamburg kam mit ihrer grossen
Schwester Susi: "Die wohnt mit ihrem Mann und ihren Zwillingen
in München und ist stets mein Anlaufpunkt, wenn ich in der
bayerischen Landeshauptstadt bin".
Die Gästeliste zum "Gong"-Event im "Hippodrom"
reicht von Maxi Arland (26, "Der Musikantendampfer") bis
Gottfried Zmeck (51), dem Chef von "GoldStar TV", "Heimatkanal"
und "Hit24". "Schwester Lotte" Jutta Speidel
(53) begegnete "Schwester Hanna" Janina Hartwig (46),
ihrer Nachfolgerin in der ARD-Serie "Um Himmels Willen".
"Ich zeige meinem Freund Dominic Saleh-Zaki meine neue Heimat
München. Und da gehört das Oktoberfest einfach dazu",
sagte Inez-Björg David. Die beiden haben sich bei der ARD-Soap
"Verbotene Liebe" in Köln lieben gelernt.
Francis Fulton-Smith (41, "Familie Dr. Kleist") und seine
Kollegin Verena Klein (31) feierten auf der Wiesn in ihren dritten
Hochzeitstag hinein. Das Paar ist seit 24. September 2004 verheiratet.

Das erste Wochenende ein "himmlischer Auftakt"
Glitzernde Augen, funkelnde Masskrüge und strahlender Sonnenschein.
Was für ein himmlischer Wiesn-Start war das am Wochenende!
Fand auch die Wiesn-Chefin Gabriele Weishäupl...
"Eine "Wiesn nach Mass" bescherte uns das traumhafte
Spätsommer-Wetter, das nicht schöner hätte sein können",
freut sich die Festleiterin. "Besonders glücklich sind
wir, dass das Familien-Platzl voll angenommen wurde und sehr gut
besucht war; hier vergnügten sich alle Generationen mit Pemperlprater,
Hammerschlag und gemütlichem Biergarten. Auch funktionierte
unser neues Konzept der "Gastro-Inseln" im Schaustellerteil
und trug zur Entzerrung des Besucheransturms bei."

Rekord - Wiesn so voll wie nie
Schönes Wetter und gute Laune wohin man schaut - dementsprechend
strömten die Wiesnfans zum heiss ersehnten Mega-Event. Das
Tourismusamt als Veranstalter schätzt das Besucheraufkommen
am ersten Wiesn-Wochenende auf über eine Million Gäste.

Italiener eine Woche zu früh
Das Publikum am Eröffnungs-Wochenende war überraschend
international. Unter den Münchnerinnen und Münchner waren
viel Gäste aus aller Welt. Der späte Beginn des Oktoberfests
am 22. September liess insbesondere die italienischen Wiesn-Fans
glauben, das "Festa della birra" wäre bereits seit
einer Woche im vollem Gange. So fand das "Italiener-Wochenende"
schon zu Beginn des Oktoberfest statt. Mal schauen, was nächstes
Wochenende los ist...

Tracht ist offizielle Wiesn-Kleidung
Der Trend zur hochwertigen Tracht hält ungebrochen an; die
bunten Sixties-Dirndl, beliebt bei der Jugend, setzten modische
Akzente im Wiesn-Bild. Auch die ausländischen Gäste kleideten
sich trachtig ein.

Früher Wiesn-Beginn
Die Jagd auf einen Zeltplatz begann auch heuer früh. Schon
vor 7 Uhr morgens harrten die ersten Wiesn-Fans vor den Zelten.
Als Zelte zwei Stunden später ihre Tore öffneten, dauerte
es nur zehn Minuten bis Zelte wie z.B. der Schottenhamel oder das
Hofbräuzelt wegen Überfüllung geschlossen werden
mussten.

Essen und Trinken
Die Wiesn macht Durst - In den voll besetzten Bierzelten und Gärten
konsumierten die Besucher allein an diesem Wochenende rund 500.000
Mass.
Noch grösser aber scheint der Hunger auf die frischen leckeren
Wiesn-Schmankerl zu sein. Nahm der Verzehr von Hendln und Haxn schon
im vergangenen Jahr um rund zehn Prozent zu, war der Umsatz in der
Küche heuer nochmals um ca. drei Prozent höher als 2006.
Die Festgäste verzehrten heuer elf Ochsen (2006 waren es 10
Ochsen zutr gleichen Zeit).

Wiesn-Hit bereits in Sicht
Der neue Wiesn-Hit kristallisiert sich schon am ersten Tag heraus.
Wieder einmal hat DJ Ötzi einen Hit gelandet. "Ein Stern,
der Deinen Namen trägt" schallte es aus allen Zelten.
Schon jetzt wird der Song fast zweimal pro Stunde in den Zelten
gespielt.
Aber vor allem auch die Wiesn-Klassiker wie "Marmor, Stein
und Eisen bricht", "Die Hände zum Himmel" etc.
wurden aus voller Kehle mitgesungen.

Weniger Festnahmen
Noch eine positive Wochenend-Nachricht - Lediglich 43 Festnahmen
musste die Polizei dieses Wochenende verzeichnen. Dies sind zehn
Prozent weniger als 2006.

U-Bahn - beliebtestes Verkehrsmittel
Aus MVG-Sicht verlief das erste Wiesn-Wochenende reibungslos und
ohne besondere Vorkommnisse. Auch die Umleitung von Bus- und Tramlinien
rund um den Wirte-Einzug und dem Trachtenumzug klappte ohne Probleme.
Beliebtestes Verkehrsmittel Richtung Theresienwiese war wieder einmal
die U-Bahn. Vor allem wurden die U-Bahnlinien U4 und U5 genutzt,
die die Theresienwiese direkt ansteuern. Die U-Bahnhöfe "Goetheplatz"
und "Poccistrasse" wurden von den Wiesnbesuchern weniger
genutzt.
Zu beobachten war, dass sich die Festbesucher schon sehr früh
am Tag auf den Weg zur Theresienwiese machten. Am ersten Wiesn-Samstag
fuhren die Fahrgäste bereits ab 7 Uhr mit der U-Bahn zur Theresienwiese.
Die meisten Fahrgäste kamen zwischen 10 und 11 Uhr mit den
Zügen der U4 und U5. Auch am Sonntag waren die Besucher früh
unterwegs.

Trachtenumzug bei schönstem Wetter
Er ist der absolute Höhepunkt des Wiesn-Sonntags - der Trachten-
und Schützenzug. Zwei Stunden lang marschieren rund 9.400 historischen
Trachten- und Folkloregruppen, Musikkapellen, Spielmanns- und Fanfarenzüge,
Sport- und Gebirgsschützen sowie bunten Fahnenschwingern auf
einer sechs Kilometer langen Strecke durch die Innenstadt bis zum
Festgelände - traditionell vom Münchner Kindl angeführt.
OB Ude und Ministerpräsident Stoiber sowie die zweiten und
dritten Bürgermeister, die Stadträte und die Veranstalter
vom Festring fuhren mit ihren Kutschen mitten im Zug mit.
Ab 10 Uhr zogen die bunte Schar der Teilnehmer aus den deutschen
Bundesländern, aber auch aus europäischen Nachbarstaaten
und sogar aus den USA von der Maximiliansstrasse zur Theresienwiese.
Auf ihrem Weg durch die Innenstadt wurden diese von knapp 250.000
Zuschauern Menschen begeistert begleitet.
Für alle, die den Zug nicht live sehen konnten, übertrug
der Bayerische Rundfunk das Ereignis live im Fernsehen (ARD).

Traumstart mit drei Schlägen
Bei absolutem Prachtwetter zogen heuer die Festwirte mit ihren geschmückte
Festwägen und Kutschen auf das Festgelände ein. Dabei
waren sie bei weitem nicht alleine. Bis zum Abend zählten die
Veranstalter rund eine halbe Million Oktoberfestbesucher. Bereits
nach wenigen Stunden waren sämtliche Festzelte bis auf den
letzten Platz belegt und mussten wegen Überfüllung geschlossen
werden.

"Ozapft is"
Ganz hochoffiziell - OB Ude hat wieder einmal zu Schlegel und Wechsel
gegriffen und unsere Wiesn eröffnet. Beim Anstich hielt er
sein traditionell profimässig Niveau. Er brauchte wie 2006
wieder drei Schläge. (Sein persönlicher Rekord liegt bei
zwei Schlägen im Jahr 2005.)
Die erste Mass Wiesnbier wurde traditionell dem Ministerpräsidenten
kredenzt. Heuer wurde Edmund Stoiber diese Ehre zum letzten Mal
zuteil. Dementsprechend wurde er beim Einmarsch ins Festzelt freundlich
begrüsst. Dies war in den letzten Jahren ja nicht immer der
Fall war.

Platzgerangel auch bei der Polit-Prominenz
Schnell waren die Zelte überfüllt. Gerangel um die besten
Plätze gab es auch bei der Polit-Prominenz. Heuer gab es eine
Umstellung der Tischordnung. Und so fanden sich die Parteikollegen
von Noch-Ministerpräsident Stoiber nicht traditionsgemäss
neben dessen Tisch sondern etwas abseits. Vorrang wurde dem Koalitionspartnern
der SPD gegeben.
Für den OB-Kandidat Sepp Schmidt blieb so ein wahlkampftechnisch
günstiges Foto (mit Stoiber Rücken an Rücken sitzend)
aus. Von CSU seiten aus ist dies ein Affront, das diese nun im Rathaus
zum Programm machen will.
Wir sagen - naja, wenn es keine anderen Probleme gibt...

Münchener "Tatort"-Kommissare ermitteln am Sonntag
auf dem Oktoberfest
Pünktlich zum Wiesn-Start ermitteln die "Tatort"-Kommissare
des Bayerischen Rundfunks am kommenden Sonntag (23. 09.) auf der
Wiesn.
Um 20.15 Uhr beschäftigt sich das Team um Udo Wachtveitl, Michael
Fitz und Miroslav Nemec in der Folge "A gmahde Wiesn"
mit den Vorbereitungen zum grössten Volksfest der Welt. Als
dabei ein einflussreicher Stadtrat ermordet aufgefunden wird, geraten
die Kommissare Ivo Batic, Franz Leitmayr und Carlo Menzinger mitten
in das Treiben rund um Wiesn, Schausteller und WIrte.
Wie letztes Jahr schon berichtet, wurde 2006 während des Aufbaus
direkt auf dem Festgelände die meisten Szenen gedreht.
Programmtipp
In der Sendung "Nahaufnahme - A gmahde Wiesn" blickt Bayern2
Radio am Donnerstag, 20.09. (22.30 bis 23.00 Uhr), hinter die Kulissen.

Mini-Wiesn in Berlin eröffnet
Ein Exportschlager par excellence - die Wiesn ist nicht nur in München
beliebt. Auf der ganzen Welt bekannt und beliebt, zeugen zahlreiche
Ableger im In- und Ausland für die einmalige Feierlaune unserer
Wiesn.
Eine der bekanntesten Wiesn-Ableger ist das Oktoberfest vor dem
Roten Rathaus in Berlin. Bereits zum neunten Mal findet die Berliner
Wiesn nun schon statt. Davor stand das Festzelt 19mal in Bonn. Offizieller
Veranstalter ist die Berliner Landesvertretung des Freistaats Bayern.
Knapp zwei Wochen vor Wiesn-Anstich eröffnete Ministerpräsident
Edmund Stoiber die Preussen-Wiesn. Dieser wurde gemeinsam mit seiner
Frau Karin mit dem Bayerischen Defiliermarsch und Böllerschüssen
der Bayerischen Gebirgsschützen begrüsst.
Die erste Mass trank Stoiber dann aber nicht, wie in München,
mit dem Bürgermeister, sondern mit Emilia Müller, der
bayerischen Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten.
Anschliessend wurde mit 2.000 geladenen Gäste aus Politik und
Wirtschaft, Society und Kultur gefeiert. Auch die Münchner
Wiesn-Wirte Toni Roiderer (Hacker), Hermann Haberl (Ochesenbraterei),
Sepp Krätz (Hippodrom), Wiggerl Hagn (Löwenbräu),
Günter Steinberg (Hofbräu), Christian und Peter Schottenhamel
schnupperten schon einmal Festzelt-Luft.
Für die Allgemeinheit wurde das Festzelt einen Tag später
geöffnet. Diese können sich noch bis zum 23. September
bei Leberkäs und Brezn, Ochs am Spiess, Volkstänzen des
Loisachtaler Trachtenverbandes und Löwenbräu-Festbier
amüsieren.

Wallfahrt für eine friedliche Wiesn
Eine Wallfahrt der besonderen Art hat Willy Heide wieder einmal
zurückgelegt. Wie jedes Jahr hat der ehemalige Wirte-Sprecher
eine 25 kg schwere Kerze in der Wallfahrtskirche zu Maria Eich aufgestellt.
Der ehemalige Wirt der Bräurosl ist immer noch mit Leib und
Seele bei der Wiesn. Ist doch seine Familie (Sohn Georg und Frau)
auch heuer in der Bräurosl der Hausherr.
Und so wünscht nicht nur Willy Heide eine friedliche Wiesn,
sondern alle anderen Beteilgten wohl auch.

Reservierungen - Sitzplätze heuer wieder gefragt wie nie
Regelmässig wie die Wiesn kehrt auch der Kampf um die Sitzplätze
zurück. Diese sind naturgemäss beliebt wie nichts anderes
auf der Wiesn. Denn ohne Sitzplatz kommt kein Wiesnfans an eine
Mass.
Die Reservierungen für einen Teil der Plätze im Wiesnzelt
sind dann auch ebenso beliebt und schon Monate im Voraus ausgebucht.
Wie also an einen Sitzplatz kommen?
Im Internet werden Suchende auf diversen Auktionsseiten fündig.
Hier werden Sitzplätze zuhauf feil geboten. Was die Wirte dabei
jedes Jahr aufs Neue ärgert? Die Händler verkaufen ihre
reservierten Sitzplätze für viel Geld. Die Sitzplatzreservierungen
werden jedoch von den Wirten kostenlos angeboten. Damit verbunden
ist lediglich ein Mindestverzehr.
Seit letztem Jahr werden erwischte Schwarzhändler auf eine
schwarze Liste gesetzt und mit einem lebenslangen Zelt- und Reservierungsverbot
belegt.
Jetzt hat sich neuer Reservierungs-Ärger bei den Wirten eingestellt.
Eine Kölner Agentur vermittelt auf seinen Internetseiten Sitzplatz-Angebote.
Und damit sind den Wirten rein rechtlich die Hände gebunden.
Die eigentlichen Inhaber der Reservierungen sind nämlich nur
schwer auszumachen, die Agentur kann hingegen für ihre Dienste
nicht belangt werden.
Jetzt prüfen die Anwälte, ob nicht doch ein Verfahren
gegen die Agentur angestrengt werden kann. Die Ticketvermittlung
durch Dritte wird jedoch zur Zeit am Bundesgerichtshof geklärt.
Eine Grundsatzentscheidung steht demnächst an.
Und die Stadt? Deren Kompetenzen enden zwar vor der Zelttür,
jedoch will die Stadt jetzt prüfen, ob eine Klage wegen Rufschädigung
möglich ist.

Nur noch 20 Tage - Zeit, das Wiesn-Outfit zu checken
Nicht mal mehr drei Wochen bis zum Anstich. Wer jetzt noch kein
Dirndl oder Lederhosen sein eigen nennt, sollte sich beeilen. Also
los und die Lederne und ein Dirndlkleid kaufen.
Stellt sich die Frage, welches Kleid und welche Hose denn nun richtig
ist. Denn heuer ist die Auswahl an Modellen so gross wie nie. Wer
richtig trendy sein will, achtet bei der Wahl auf die aktuell angesagten
Längen und dem Material.
Die Dirndl-Trends 2007 und aktuelle Lederhosen geben eine Richtung
auf alle Fälle vor. Hochwertig verarbeitete Tracht ist angesagt.
Alles zu den neuesten Farben, Schnitten, Material und den passenden
Schuhen beim Wiesndirndl und bei der diesjährigen Trachtenmode
gibt es auf "www.Wiesntrachten.de".

Ehepaar Krätz - Trennung nach 24 Jahren
Auf der Wiesn bleibt bekanntermassen niemand lange allein. Was für
die einen Liebesstifter ist für die anderen Trennungsgrund.
Dies geschieht in den letzten Jahren vor allem bei den zur Wiesnzeit
vielbeschäftigten Wirten.
Nach den Käfers (Käfer Wiesnschänke) und dem Ehepaar
Reinbold (Schützenzelt) fährt heuer nun auch Sepp Krätz
(Hippodrom) ohne seine Gabi auf die Wiesn ein. Ein Jahr vor der
Silberhochzeit kam das Ehe-Aus für das erfolgreiche Wirtepaar.
Und eine neue Liebe hat auch schon an die Tür geklopft. Der
neue Mann an Gabi Krätz Seite ist Peter Kramüller. (Er
betreibt ein Servicecenter für Auslandstelefonate in Südafrika.)
Sepp Krätz hingegen lässt sich Zeit bei der neuen Partnerwahl.
Einen gemeinsamen Wiesn-Auftritt wird das Noch-Ehepaar aber noch
haben. Der 18. Geburtstag von Tochter Steffi wird mit Mama und Papa
zusammen gefeiert.

"Gestatten, mein Name ist Krug, Wiesnkrug..."
Am 23. August war es wieder einmal so weit. Die alljährlich
sehnlichst erwartete Vorstellung des offiziellen Wiesnkrugs. "Sehnlichst"
nicht etwa, weil wir das Design bzw. Motiv noch nicht kennen (dieses
ist wohl jedem mit der Vorstellung Ende Januar/Anfang Februar schon
bekannt), sondern weil der Krug ab jetzt im (Krug-) Handel erhältlich
ist. Und begehrt ist der Bierhumpen - mit jährlich steigender
Beliebtheit.
Die Vorstellung fand wieder einmal im Zelt von Wirtesprecher Anton
Roiderer (Hackerbrauerei) statt. Hierhin lud das Tourismusamt als
offizieller Veranstalter und "Herausgeber" des Keferlohers.
Die inzwischen traditionelle "Masskrug-Rede" auf den Keferloher
wurde vom Kabarettisten Holger Paetz (auf dem Nockherberg als Guido-Westerwelle-Double
unterwegs) gehalten. Heraus kam ein Wiesn-Derblecken der besonderen
Art. Da wurde über die Anatomie des begehrten Krugs philosophiert
und so mancher Seitenhieb ausgeteilt.
Mehr Infos zum Krug und der Vorstellung gibt es auf "www.Wiesnkrug.de"
nachzulesen.
"Sichere Wiesn" hört nach 5 Jahren auf
Am 07. Oktober 2007 fällt nicht nur die Klappe für das
Oktoberfest, sondern auch für die Aktion "Sichere Wiesn".
Im Gegensatz zur Wiesn wird die Aktion im nächsten Jahr jedoch
wohl nicht wieder antreten. Am Tag nach Wiesnschluss geben die Macherinnen
der äusserst erfolgreichen Aktion die Verantwortung für
"Mädchen und Frauen in Notlage auf dem Oktoberfest"
an die Stadt München zurück.
Wie konnte es hierzu kommen? Trotz positiver Resonanz ist es, nach
Aussage der Organisatoren, nicht gelungen, Jahr für Jahr eine
kostendeckende Finanzierung für das rund 20.000 Euro teure
Projekt zu sichern. Die Aktion solle aber auf soliden Füssen
stehen.
Vier Jahre lang wurde hier Hilfe gegen sexuelle Übergriffe
und für einen sicheren Wiesnbesuch angeboten. Die Aktion "Sichere
Wiesn" ist eine Gemeinschaftsarbeit der drei Institutionen
Amyna, Imma und dem Frauennotruf.
Ziel war die Verhinderung sexueller Übergriffe durch Aufklärung
im Vorfeld und konkrete Hilfsangebot an Ort und Stelle. Zusätzlich
wurden in Not geratene Frauen betreut, nach Hause oder auch zur
Polizei begleitet.
Die Bilanz der Aktion konnte sich sehen lassen. Nach Angaben der
Initiatoren wurden gut eine halbe Million Mädchen und Frauen
erreicht. Davon rund 500 Mal in Krisensituationen. Die Nachfrage
nach diesem Angebot stieg stetig. Das Projekt wurde mehrmals ausgezeichnet.
Das Konzept oft von anderen Volksfesten weltweit angefragt.
Trotz des Erfolg hatten die Macherinnen aber zwei Gruppen nicht
auf ihrer Seite. Die Stadt München (die das Projekt nur als
Zusatzleistung sehen und eher auf Polizisten als Helfer in Not verweisen)
und die Wiesnbeschicker, die meinen, dass die Madl sich nicht so
anstellen sollen.
Und so müssen sich alle Mädchen und Frauen in Zukunft
mit dem Rat eines Polizeisprechers abgeben, der auf eine telefonische
Beratung der Polizei verweist. Da ist doch abzusehen, wie viele
verunsicherte Madl sich nach einer Belästigung in der Wiesnwache
einfinden.

"Mörtel" Lugner bekommt Wiesn-Verbot
"In München wird zum Beispiel standesgemäss die Wiesn,
also das Oktoberfest, besucht werden." So steht es in der Pressemitteilung
des österreichischen TV-Senders ATV.
Was es mit diesem Wiesnbesuch auf sich hat? Der Privatsender strahlt
ab dem 19. September 2007 eine Reality Soap um den österreichischen
Bau-Baron Richard "Mörtel" Lugner aus. Während
der Show "Die Lugners - Mörtel sucht das Glück"
wird eine Kandidatin gesucht, die als Gewinn Lugner im Januar auf
den Wiener Opernball begleiten darf.
Im Rahmen dieser Show sollte laut Sender auch auf der Wiesn gedreht
werden. In der Anzapfbox neben OB Ude, Teilnahme bei Trachtenumzug,
in verschiedenen Zelten mit Promis beisammen sitzen und natürlich
diverse Fahrgeschäfte ausprobieren - So sollte das Wochenend-Programm
der Lugners aussehen. Immer begleitet von einem sechsköpfigen
Drehteam.
Doch daraus wird nun nichts. Denn eines ist seit diesem Jahr gewiss
- Promis dürfen ruhig zum Feiern kommen. Werbung hingegen wollen
die Veranstalter der Wiesn dieses Jahr in keinem Fall auf dem Festgelände
sehen.
So hat Wiesn-Chefin Gabriele Weishäupl auch hier durchgegriffen
und den Dreh untersagt. Nach dem Schreiben an die Produktionsfirma
hörten die Wiesn-Veranstalter nichts mehr.

Neue Location für die Sixt Damenwiesn
Letztes Jahr war es am ersten Wiesn-Montag DAS Gesprächsthema.
Der Einzug der Promi-Damen auf die Sixtsche Damenwiesn. Diese wurden
vor dem Schützenzelt mit Sambatänzerinnen (samt Musik,
Trommeln, Trillerpfeifen, etc.) und Stelzenläufern empfangen.
Ein wahrer Menschenauflauf und eine verärgerte Wiesn-Chefin
war die Folge. Wiesnwirt Edi Reinbold bekam dafür eine Abmahnung.
Ein Ärger, der sich bis ins Jahr 2007 hineinzieht. Denn Reinbold
hat heuer die Damenwiesn von Regine Sixt als nicht erwünscht
deklariert. Sprich - die beiden sind sich nicht über die Gestaltung
des Events einig geworden.
Deswegen gingen die Macher der Damenwiesn heuer auf neue Locationsuche.
Was sich als nicht so einfach gestaltete, denn viele Zelte (wie
das Hippodrom) mussten absagen. Sie waren bereits ausgebucht.
Im Winzerer Fähndl hats dann geklappt. Hier war die Damenwiesn
bereits vor ein paar Jahren. Allerdings müssen wir heuer wohl
auf das ganz grosse Programm mit Tänzerinnen & Co. verzichten.
Wirt Peter Pongratz bekräftigte, dass es sich bei dem diesjährigen
Treffen der Sixt-Freundinnen lediglich um ein schlichtes Mittagessen
handeln wird.
Der Aufbau für die Wiesn 2007 hat begonnen
Nur noch wenige Wochen, dann ist die Theresienwiese wieder einmal
der Mittelpunkt Münchens. Zeit, mit dem Aufbau der grossen
Zelte zu beginnen. Fast ungläubig schütteln da Auswärtige
die Köpfe, dass die Aufbauarbeiten einen solch langen Zeitraum
einnehmen. Schliesslich entsteht hier eine kleine Stadt in sich...
wenigstens hat die Wiesn während der 14 Tage einen Verbrauch
(Gas, Strom, etc.) einer Kleinstadt.
So heisst es ab heute wieder von Seiten der Stadt "Das Betreten
dieser Baustelle ist Unbefugten verboten." Denn während
der Aufbauphase handelt es sich de facto um eine Baustelle. Und
Sicherheit geht nun mal vor.
In den nächsten 10 Wochen werden neben den Festzelten, die
kleinen Zelte, die Fahrgeschäfte und Marktstände aufgebaut.
Ab dem 22. September ist die Wiesn dann wieder für alle Münchner
und Touristen freigegeben. Bis dahin haben die Handwerker und Arbeiter
einen straffen Zeitplan bei dem jede Minute zählt. Bis zum
letzten Abend wird gewerkelt. Aber bisher wurde immer noch alles
fertig und so wird es auch 2007 sicherlich keine Ausnahme geben.

Alles rund um Wiesn-Schmankerl
Dass Alfons Schuhbeck ein wahrer Kochmeister ist, hat er schon in
so mancher Kochsendung unter Beweis gestellt. Nun bekommt der 58-Jährige
eine neue Kochshow.
Im Herbst startet die Show im Abendprogramm des Bayerischen Fernsehens.
Geplant sind vorerst jährlich vier bis sechs Ausgaben. Voraussichtlicher
Sendeplatz - jeweils freitags um 19.45 Uhr.
Die erste Sendung wird am 21. September ausgestrahlt. Ganz termingerecht
wird es sich dabei ganz ums Oktoberfest drehen. Unter dem Motto
"Mitmachen, mitkochen, mitprobieren" zaubert Schuhbeck
dann Wiesn-Steak vom Ochsen, Brezn-Radisalat, Riesen-Wiesn-Strammer-Max,
glacierten Bierbraten und seine Wiesn-Windbeutel.

Glückszahl 7: Michael Käfer hat "Ja" gesagt
Mit dem 07.07.2007 konnte er gar nichts falsch machen, dachte sich
wohl Wiesn-Wirt Michi Käfer. Die 7 ist nämlich seine Glückszahl.
Am Tag mit den wohl meisten Hochzeiten des Jahres hat sich auch
der begehrte Junggeselle in den Hafen der Ehe begeben.
In kleiner privater Runde mit nur knapp 30 Personen heiratete der
Wirt seine Clarissa. Untermalt und übergossen wurde das junge
Eheglück mit roten Rosen, die nach der standesamtlichen Trauung
das Ehepaar in Empfang nahmen. Ort des Geschehens - das Standesamt
von St. Gilgen in Österreich. Am Attersee wurde dann ganz privat
gefeiert. Das Wiesnteam wünscht den beiden nur das Allerbeste
für die gemeinsame Zukunft.

Wirte-Krug 2007 wird vorgestellt
Er ist das wichtigste Ding auf der Wiesn. Wir wagen einmal zu behaupten
- Ohne ihn würde die Wiesn gar nicht stattfinden. Denn - woraus
sollten wir denn dann bitte trinken!? Klar, wir reden vom Wiesn-Krug.
Ihm begegnen wir auf der Wiesn mit verschiedenen Dekors. Neben dem
höchst offiziellen Wiesn-Krig der Stadt hat fast jedes Zelt
noch einen eigenen Zelt-Krug. Seit 2002 geben die Wirte zusätzlich
einen Krug heraus. Dieser Wirte-Krug erscheint mit jährlich
wechselndem Motiv. Dieses wird von verschiedenen Künstlern
eigens hierfür entworfen.
Der diesjährige Wirte-Krug wurde heute im Strasslacher Wildpark
des Wirte-Sprechers Toni Roiderer vorgestellt. Der Krug erscheint
in limitierter Auflage (5.000 Stück) und ist ausserhalb der
Wiesn in den Betrieben der beteiligten Wirte erhältlich. Näheres
zum Krug könnt Ihr auf www.Wiesnkrug.de
erfahren. Das Motiv wurde auch heuer wieder vom Strasslacher Künstler
Otto Schuster entworfen. Es zeigt eine Wiesn-Bedienung der 30er
Jahre, die Hendl und Bier trägt. (Da zeigt sich mal, wie zeitlos
die Wiesn doch ist!)

Nachwuchs im Hofbräuzelt
Leonhard Friedrich ist 52 Zentimeter gross, 3400 Gramm schwer und
der ganze Stolz der seiner Eltern Ricky und Britta, aber auch der
ganzen Familie Steinberg. Am 22. Juni erblickte der Stammhalter
das Licht der Welt.
Nach zwei Mädchen (Johanna, 7 und Theresa, 4), von denen Vater
Ricky als die süssesten überhaupt schwärmt, freut
er sich beim Sohnemann aber auch, dass der Name nicht ausstirbt.
Wir wünschen dem Kleinen und seinen Eltern alles Liebe und
Gute für die Zukunft. Bis zur Wiesn. Vielleicht können
wir den Bub bald beim Wirte-Einzug winken sehen.

Erster Trubel ums Café Kaiserschmarrn
Das hätte sich der frischgebackene Wiesn-Wirt Rischart wohl
auch anders vorgestellt. Da bekommt man nach langer Zeit des Bewerbens
und Wartens auf den Zuschlag und dann gibt beim ersten Spatenstich
gleich einen Rüffel von der Wiesn-Chefin, Gabriele Weishäupl.
Geplant war ein symbolischer Spatenstich. Die Aufbauarbeiten des
neuen Zelts (wie Fundament giessen, etc.) darf zwar schon beginnen,
öffentlich vorgestellt darf das neue Zelt jedoch noch nicht.
Dazu kommt, dass die Wiesn-Chefin jegliche Werbemassnahmen nach
der letztjährigen "Werbe-Wiesn" rigoros ablehnt.
Der Punkt bei dieser Sache war aber auch, dass das Tourismusamt
nun mal der Hausherr auf der Wiesn ist. Und als solcher vorher eben
auch gefragt werden will. Folgen wird dieser Fauxpas für Rischart
jedoch nicht haben.

Brotzeit in den Biergärten der Zelte
Und dann doch noch eine gute Nachricht. Ganz wie in den (meisten)
Biergärten, dürfen sich die Wiesnbesucher ihre Brotzeiten
mitbringen. Nur die Getränke müssen gekauft werden.
Dies ist jetzt nicht unbedingt eine Weltneuheit auf der Wiesn. Neu
ist jedoch, dass Wiesn-Chefin Gabriele Weishäupl dies heuer
in die Verträge der Wirte hineinschreiben liess. Die Wirte
stört diese altbekannte Regelung dann auch nicht. So ist die
Wiesn trotz der Preiserhöhung bei den Getränken auch für
Familien mit mehreren Kindern erschwinglich. Dies ist bekanntermassen
eine Herzensangelegenheit der von Gabriele Weishäupl, die sich
in den letzten Jahren verstärkt und erfolgreich für eine
"sanfte" Wiesn gerade auch für Familien eingesetzt
hat.
Dann als Omas guten Obatzden eingepackt, Gurke, Breze und Käse
kaufen und auf in den nächsten Biergarten. Oder wie wäre
es mit einem reschen Ammer-Hendl... oder einem Steckerlfisch von
der Fischer-Vroni... oder einer Ochsen-Semmel...

Bierpreise 2007
Alles Bitten und Betteln am Sonntag in der Kirche, alles flehen
an den lieben Gott und den Aloisius, dem lieben Gott doch diese
wichtige Botschaft zu überreichen, war vergebens. Die Bierpreise
werden wieder ein Stückerl teuerer.
5,6% mehr müssen wir heuer für unsere Mass ausgeben. Vorbei
die Zeiten, wo es das kühle Nass noch unter 7 Euro gab. Inzwischen
ist die billigste Mass für 7,30 Euro (im Wienerwald) erhältlich.
Das teuerste Wiesnbier mit 7,90 Euro gibt es dagegen gleich in mehreren
Zelten. Übrigens hat die Preiserhöhung nicht nur beim
Bier zugeschlagen, auch nicht-alkoholische Getränke sind heuer
wieder teurer geworden.
Dies haben wir in erster Linie der erhöhten Mehrwertsteuer
zu verdanken. Die 3% mehr schlagen bei den Wirten gleich an mehreren
Stellen zu Buche. Aber wie wir schon einmal festegestellt hatten
- unseren Wiesnbesuch lassen wir uns deswegen nicht vermiesen. Die
aktuellen Bierpreise...

Neue Wiesn-Wirte
Jedes Jahr überrascht die Wiesn mit allerlei Neuerungen
vom neuen Fahrgeschäft, neuen Regelungen, neuen Zelten und
manchmal auch neuen Wirten. Heuer treten zwei neue Wirte ihren Dienst
an.
Bereits letztes Jahr mussten wir ohne die Rostbratwürstl von
Wirt Michi Beck auskommen. Und auch heuer gibt es keine Würstl
über offenem Feuer mehr. Als Nachfolger des pleite gegangenen
Wirts wurde Werner Hochreiter vom Stadtrat ernannt. Dieser ist aber
bei Weitem kein Wiesn-Frischling - seit 1995 arbeitet der neue Wirt
in der elterlichen Haxnbraterei auf der Wiesn. Nun hat er das schmucke
Fachwerk-Zelt von Michi Beck gekauft.
Zweiter neuer Wiesn-Wirt wird Max Rischart. Er serviert den Wiesn-Besuchern
in seinem "Café Kaiserschmarrn" (430 Plätzen)
leckere Kreationen aus seiner Backstube. Da die Wiesn bekanntlich
auch nur begrenzten Raum hat, musste für den Neuzugang ein
alteingesessenes Geschäft weichen. Nach stolzen 56 (!) Jahren
muss das Café Deistler seinen Platz wegen schlechter Betriebsführung
räumen.
11 Jahre haben die Grossbäcker auf diese Gelegenheit gewartet.
Das Zelt wird bereits seit zwei Jahren geplant und neben den Sitzplätzen
eine lange Bar und eine Bühne für zwei Bands beherbergen.
Ganz neu wird Rischart das Wiesn-Frühstück auf dem Festgelände
einführen.

Gebühren für Presse und TV?
Nicht nur in Zeitungen und im Internet wird über die Wiesn
berichtet. Auch das Fernsehen und der Hörfunk berichten für
alle Daheimgebliebenen täglich live aus den verschiedenen Zelten
und bringen ein bisserl Wiesn-Stimmung in Münchens gute Stuben.
Aber nicht nur eine Menge Fest-Feeling wird da in den Äther
geschickt, sondern auch jede Menge Werbung - findet wenigstens die
Stadt... und will auch etwas vom Kuchen abhaben. Angedacht sind
Gebühren für die Medien auf der Wiesn. Ganze 4.000,- Euro
soll ein Hörfunkstudio und 12.000,- Euro ein TV-Studio kosten.
Verständlich, dass die Sender nicht sehr begeistert sind, in
Hinblick auf zusätzliche Kosten. Von Wiesn-Abstinenz ist gar
schon die Rede. Wo doch auf der anderen Seite u.a. gerade auch über
aktuelle Sicherheitsvorkehrungen berichtet wird.
Bleibt nur zu hoffen, dass auf der Stadtrat-Sitzung zu Gunsten der
Sender und damit für alle Münchner daheim vor dem Bildschirm
entschieden wird.

Wiesn-Legende "Gurkerl" stirbt mit 92 Jahren
Die Wiesn ist nicht nur Party und Feiern. Hier begegnet man gelebter
Tradition und so manchem Münchner Original. Manche trifft man
zur Mittagswiesn gemütlich bei einer Mass sitzend im Zelt an,
andere findet man in der Krinoline oder beim Toboggan und andere
beim Schichtl auf der Bühne. Einer von ihnen bot jahrelang
seine sauren Gurken im Hofbräu-Zelt feil und wurde dadurch
zur Legende. Der Gurken-Schorsch mit seinem weissen Emaille- Eimer
ist gar nicht aus dem Zelt wegzudenken.
Heuer muss die Wiesn ohne "Gurkerl", wie ihn seine Fans
liebevoll nannten, auskommen. Georg Kübler starb am 1. April
im Harlachinger Krankenhaus an einem schwachen Herzen.
Ein Leben ganz für die Wiesn. Über 60 Jahre war Georg
Kübler auf der Wiesn. Zuerst briet der gelernte Metzger Hendl
und Schweinswürstl im Hackerzelt, dann verkaufte er Radi im
und vorm Zelt.
Im Jahr 1980 entdeckte Hofbräu-Wirt Günter Steinberg den
damals 66-jährigen und engagierte den bereits pensionierten
Kübler für den Gurkenverkauf in seinem Zelt. Seither schritt
Der Gurken-Schorsch in Tracht und mit Gurken-Eimer durchs Zelt und
pries seine sauren Gurken an.
Trotzdem wird der Gurkerl auch heuer im Zelt anwesend sein. Günter
Steinberg möchte ihn mit einem Bild im Zelt verewigen.

Neue Bierpreise?
Gibts dieses Jahr wieder eine saftige Erhöhung? Oder gibts
heuer gar eine Nullrunde? In einem Monat werden die neuen Bierpreise
verkündet. Dann hat die Stadt lange über die eingereichten
Preise der Wiesnwirte gesessen, die bis Ende April eingereicht werden
müssen, und diese nach Wucher und ungerechtfertigter Preistreiberei
geprüft.
Nach einem Blick in den Geldbeutel werden sich die meisten Wiesnfans
wohl naturgemäss einen stabilen Bierpreis wünschen. Auf
der anderen Seite - was sind schon 10 bis 20 Cent gegen das einmalige
Erlebnis, an einem Tag mit der halben Welt auf den Bierbänken
zu stehen und in aller Freundschaft seine Mass zu trinken und zu
feiern...

Neue Vorschriften?
Neben den Bierpreisen werden im Stadtrat jedoch noch weitere Wiesn-Beschlüsse
besprochen und beschlossen. Auf dem Plan steht die Änderung
einiger Vorschriften. So sollen 0,3-Liter-Gläser (das sind
diese kleinen Lackerl-Gläser) verboten werden. Betroffen von
dieser Änderungen wären das Weissbierkarussell und der
Schichtl. Weissbier soll zukünftig nur noch im traditionellen
Halb-Liter-Isarseidel ausgeschenkt werden. Grund - die kleinen Gläser
werden zu oft geklaut und auf den Wegen zerschlagen.
2006 haben sie für eine Menge Aufregung gesorgt. Nochmal zur
Erinnerung...
Tagelang sprach man von diversen Werbe-Veranstaltungen mit Sambatänzerinnen
und sexy Dirndl und fürchtete den Wiesn-Besuch von Werbe-Sternchen
Paris Hilton mehr als der Teufel das Weihwasser. (Die dann bei ihrem
Auftritt im Gold-Dirndl gar goldig aus dem Dirndl schaute, sich
ein wenig durch die Menge der Neugierigen pflügte und nach
einem recht verkürzten Besuch besagtem Wirt den Herzinfarkt
und Entzug der Genehmigung ersparte. Den Dosen-Prosecco hatte die
Hotel-Erbin nämlich bereits vorher ausserhalb der Wiesn vorgestellt
) Auch Magier David Copperfield beliess es nach all der Aufregung
bei seinem Wiesn-Besuch beim Privaten.
Mit dem werberischen Ansinnen so manch Prominenter soll heuer von
vornherein Schluss sein. Dafür wurden die Betriebsvorschriften
konkretisiert. So sorgt der Paragraf 42 nun für Ordnung auf
dem Festgelände. Demnach sind "verbotene Veranstaltungen"
"Modeschauen (Ade sexy Dirndl), Promotionaktionen (Ade Paris
Hilton), Benefizveranstaltungen, Pressetermine (Ade Sambatänzerinnen),
usw."
Dennoch müssen die Firmen nicht um Ihre Veranstaltungen bzw.
Einladungen auf die Wiesn bangen. Lediglich die Logos sollen dezenter
angebracht werden.

Michael Käfer heiratet im Juli
Vorbei sind die Zeiten, dass Michi Käfer bei Wirteeinzug alleine
auf die Theresienwiese fuhr. Käfers Wiesnschänke bekommt
eine neue Wirtin. Am 07.07.07 geben sich der Wirt und Clarissa Ehrenhuber
das Ja-Wort.
Die 37-jährige lernte Käfer über einen Bekannten,
dem Musik-Produzenten Monti Lüftner kennen. Der schlug die
Anwältin für eine Stelle bei Käfer vor. Zum Gespräch
kam es zwar, aber nicht zum Job. Gefunkt hat es dann bei einem erneuten
Treffen etwas später.
Gespannt warten wir auf die ersten Schritte als Wiesn-Wirtin im
feschen Dirndl. Ob die Kinderwiesn, die bisher von Käfers erster
Frau Sabine und deren Freundin, PR-Frau Andrea Schoeller organisiert
wurde, heuer stattfindet, steht noch in Sternen. Wir denken, dass
Clarissa Ehrenhuber diese schöne Charity-Veranstaltung bestimmt
ebenso gut wie ihre Vorgängerin meistern würde.

Wiesn im 3-Stunden-Takt
Wiesnwirt Sepp Krätz führt beim Hippodrom neue Reservierungszeiten
ein.
Heiss begehrt ist sie - die Reservierung eines Sitzplatzes für
eines der Festzelte. Allgemein bekannt ist, dass eine solche Reservierung
auch nicht von Dauer ist. Da kann man sich entscheiden, ob man mittags
oder am Abend zu Wolfgang Petris Klassiker auf den Bierbänken
hüpft, tanzt und zum "Prosit" mit dem Tischnachbar
anstösst.
Davor und danach bleibt dann genügend Zeit, das nicht unbedingt
kleine Festgelände mit all seinen einmaligen Fahrgeschäften
zu erkunden und frische gebrannte Mandeln zu essen - wenn man es
denn noch kann... aber das ist eine andere Geschichte.
Zurück zum Anfang - Reservierungszeiten! Sepp Krätz, seines
Zeichens Trendsetter unter den Wiesnwirten kommt heuer mit einer
Neuerung daher, die wohl nicht jedem beonders gut schmecken wird.
Der Wirt will heuer neue Reservierungszeiten einführen. Mehr
und damit kürzer werden die Reservierungsabschnitte. Auf ganze
zwei bis drei Stunden reduziert Krätz für seine Besucher
die Zeit im Hippodrom.
Die neuen Zeiten sind...
Von 10.00 bis 13.00 Uhr geht's auf zum Frühschoppen
Von 12.00 bis 15.30 Uhr gibts in den Boxen und auf der Galerie die
Mittagswiesn
Von 12.00 bis 17.30 Uhr wird im Mittelbereich ganze zwei Stunden
länger gefeiert
Unverändert gilt die "Happy Hippo Hour" von
16.00 bis 18.30 Uhr
Begründung vom Wirt - Viele seiner Besucher, würden auch
gerne kürzer reservieren.
Beim Stadtrat sind solche Wünsche jedoch nicht gerade auf Gegenliebe
gestossen. Wen wunderts...
Sepp Krätz sieht diese Entwicklung in der Zukunft übrigens
auch bei anderen Wirten. Da heisst es für uns - noch schneller
tanzen, mitsingen, anbandeln und zuprosten.

60 Jahre jung - Wiesn-Chefin feiert heute ihren Geburtstag
An ihr kommt kein Wirt, kein Schausteller und keine (ungenehmigte
und damit verbotene) Veranstaltung vorbei. Sie ist die Hausherrin
auf der Theresienwiese. Gabriele Weishäupl, ihres Zeichens
Wiesn-Chefin. Und dies äusserst erfolgreich.
Seit 22 Jahren steht die promovierte Kommunikationswissenschaftlerin
ihren Mann auf dem Oktoberfest. Dabei weiss sie sich zu behaupten
und liest auch schon einmal einem übereifrigen Wirt die Leviten.
Musste sich die Tourismus-Chefin schliesslich schon bei ihrer Wahl
1985 gegen 40 männliche Mitbewerber durchsetzen.
An diesem Mittwoch wird die Vizepräsidentin des Deutschen Tourismusverbandes
und dienstälteste Tourismuschefin Deutschlands 60 Jahre alt.
Ans Aufhören denkt Gabriele Weishäupl dabei noch lange
nicht. Stehen doch solch bedeutende Jubiläen wie "200
Jahre Oktoberfest" (2010) und der 850. Stadtgeburtstag (2008)
vor der Tür. Das Wiesnteam wünscht der Wiesn-Chefin noch
viele friedliche Oktoberfeste und erfolgreiche Amtsjahre.

Wiesn macht Musikanten-Stadl Strich durch die Rechnung
Die Fans des Musikantenstadl haben sich schon gefreut. Endlich sollte
die Volksmusiksendung mal wieder nach München kommen. Am 22.
September dieses Jahres, pünktlich zum Anstich auf der Wiesn,
wollten der BR, der ORF und das Schweizer Fernsehen in der Olympiahalle
ein musikalisches Oktoberfest feiern. Doch das ganze Vorhaben platzt
nun wegen einer organisatorischen Panne. Die 150. Folge des Musikantenstadl
muss in Salzburg über die Bühne gehen.
Was passiert ist - die Österreicher haben lediglich die Olympiahalle
reserviert und keine Hotels.
Von etwa einhundert Mitarbeiter wird die Sendung gestemmt. Inklusive
Auf- und Abbauzeit hätten für rund 800 Übernachtungen
gebucht werden müssen. So viele Betten nur sieben Monate vor
dem Wiesn-Anstich zu bekommen ist fast ein Ding der Unmöglichkeit.
Und so werden die Stadl-Mitarbeiter und -Gäste nun in Salzburg
die Zuschauer willkommen heissen.

Neues Motiv für das Wiesnplakat 2007
Eigentlich braucht unsere Wiesn schon gar keine Werbung mehr. Ist
sie doch in der ganzen Welt nur zu gut bekannt und beliebt. Dennoch
wirbt alljährlich ein neues Motiv weltweit für das Oktoberfest.
Ganz früh im Jahr (Ende Januar / Anfang Februar), wenn jeder
eigentlich eher das Kostüm für Fasching aussucht, meldet
sich die Wiesn kurz zu Wort und macht den Münchner eine Menge
Durst auf eine frische Wiesnmass. Dann wird wieder einmal das neue
Motiv fürs Wiesnplakat vorgestellt.
Sonniges Motiv mit Tradition - Heuer sonniger (und traditioneller)
denn je. Das diesjährige Motiv strahlt dem Wiesn-Besucher in
satten Gelb-Tönen entgegen. Aus der Vogelperspektive wird der
wichtigsten Person der ganzen Wiesn gehuldigt - der Wiesn-Bedienung.
Zusehen aus der Vogelperspektive beim Dirndldrahn. (Für alle
Nicht-Bayern - das ist das weibliche Pendant zum Schuhplattler -
die Madln, die sich so fesch drehn das die eigens dafür angefertigten
(Dreh)Röcke in die Luft fliegen.)
Dazu darf natürlich eine resche Wiesnbreze und eine frische
Mass nicht fehlen. Nun aber nicht beim Wiesn-Besuch in die Luft
schaun und am Himmi nach den feschen Bedienungen suchen. Die gibt's
immer noch in den Zelten.

Nichtraucherzelte auf der Wiesn?
Das Rauchverbot in der Gastronomie ist heiss diskutiert und in aller
Munde. Die Nichtraucher freut ein Verbot - die Wirte sehen dies
jedoch mit grosser Sorge und wehren sich ihrer Meinung nach zu recht.
Müssten doch die rauchenden Gäste bei Wind und Wetter
ihrer "Leidenschaft" vor der Tür frönen. Im
allerschlimmsten Fall würden sie sogar weg bleiben - befürchtet
da der ein oder andere Wirt.
Eine Sorge, die auch die Wiesnwirte teilen. Man stelle sich nur
mal vor... alle Besucher gehen zum Rauchen "vors Zelt"
- was für ein Gedränge in der Wirtbudenstrasse...
Ob die Landesregierung nun dieses Szenario vor Augen hatte oder
andere Begründungen eher fruchteten, entzieht sich unserem
Wissen. Fakt ist jedoch, dass die Landesregierung die Wiesnzelte
aus der allgemeinen Regelung herausgenommen hat. Begründung
- Ein Zelt ist eben ein Zelt und keine feste Behausung.
Tipp - So bekommt man das Zelt leer...
Dennoch wäre dies doch eine gute Möglichkeit, das Zelt
ohne grossen Ordner-Einsatz schnell leer zu bekommen. Stellen wir
uns mal Folgendes vor... Alle Raucher gehen zum Rauchen vor die
Tür und der Einlass ist ja bekanntermassen vorbehalten (ein
Schelm, wer Böses denkt ;-)

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